Von Käse, Nitrat, Rohmilch und mehr…

Käsereien müssen aus dem im Artikel „Was Kraftfutter und Silage bewirken“ genannten Grund 50 Gramm Nitrat pro Kilogramm Käse zusetzen, um das Zerreissen des reifenden Käse zu verhindern, da selbst dort die Gärung unkontrollierbar fortgesetzt würde.

Nitrat wandelt sich im Käse zu dem Zellgift Nitrit um, und verbindet sich mit den Aminen des Käses zu krebserregenden Nitrosaminen. Alleine das ist ein Grund genug, jeglichen konventionell hergestellten Käse konsequent zu meiden.

 

Rohmilch und H-Milch

Nur unter der Bezeichnung Rohmilch kann man völlig unbehandelte oder nur gekühlte Milch kaufen. In dieser Milch ist neben vielen Vitaminen und Enzymen auch noch ein antibakterielles System enthalten, welches mehrere Stunden lang das Wachstum von Bakterien wirkungsvoll hemmt. Die Enzyme Lysozym und Lactoferrin binden Eisen und schützen ebenfalls vor pathogenen Keimen. Jede Erhitzung mindert diese Systeme. In Steril-, UHT- und Past-Milch sind sie nicht mehr vorhanden.

 

Homogenisierung und Arteriosklerose

Für eine bessere Maschinenvertretbarkeit wird Milch homogenisiert. Dazu werden unter hohem Druck (150 – 300 Bar Pressdruck durch haarfeine Siebe) die Fett- und Eiweisspartikel von 3 bis 6 Nanometer auf 1 Nanometer Durchmesser zerkleinert, wodurch die Fettpartikel nicht mehr aufrahmen können. Die Milch ist und bleibt nun homogen, also gleichmässig.

In der Hülle der natürlichen Fettkügelchen befindet sich das Enzym Xanthinoxydase. Dieses wird durch die Homogenisierung freigelegt und kann so von den eiweissspaltenden Enzymen des Magens nicht mehr erfasst werden. So gelangt diese Xanthinoxydase über den Dünndarm ins Blut.

Der Körper produziert jedoch selbst das Enzym Xanthinoxydase, welches in Dünndarm und in der Leber vorkommt. An den Gefässwänden und im Herzen hat Xanthinoxydase jedoch nichts zu suchen, denn dort sorgt ein weiteres Enzym, das Plasmalogen, dafür, dass die Blutgefässe elastisch bleiben. Xanthinoxydase und Plasmalogen und die Blutgefässe werden brüchig.

Als Reparaturmechanismus dichtet der Körper die Blutgefässe nun mit Fettstreifen und später mit Cholesterin wieder ab, so dass die Gefässverkalkung in Wirklichkeit als Reparaturmechanismus gegen brüchige Blutgefässe verstanden werden muss.

 

Fettsäuren in der Milch

In der Butter finden sich bis zu 80 unterschiedliche Fettsäuren. Der Gehalt an Fettsäuren unterscheidet sich stark je nach Kuhrasse, Fütterung und Laktationsstadium.

Das in der Rohmilch enthaltene Enzym Lipase greift alle beschädigten Fettkügelchen und das aus ihnen austretende Fett an. Dadurch wird die homogenisierte Milch ranzig, denn hier sind fast alle Fettkügelchen zerstört. Im gekühlten Zustand geht dieser Vorgang langsamer vonstatten.

Pasteurisieren macht das Enzym Lipase wieder unwirksam. Homogenisierte Milch enthält nur zerstörte Fettkügelchen, doch ohne wirksame Lipase wird die in ihrer Struktur zerstörte Milch dennoch nicht ranzig. Der Verderbungsprozess ist daher nicht schmeckbar. Die Milch schmeckt gut, auch wenn das Fett in ihr verdorben ist.

 

Ein Fazit

Die kleine Zusammenstellung könnte eine Einstiegshilfe in den konsequenten Verzicht von Milch, Käse und Quark sein. Wäre da doch nicht der Geschmack, an den man sich so sehr gewöhnt hat und den keiner missen möchte.

Interessanterweise lässt sich beobachten, dass Menschen, die diesen Schritt konsequent auf sich nehmen, zwar zunächst gerne auf Ziegen- und Schafsmilchprodukte umsteigen, aber ganz von selbst die Verzehrmengen verringern. Damit liesse sich der Verdacht erhärten, dass Kuhmilchprodukte zwar ein gewisses Suchtpotential haben, Milchprodukte von anderen Tieren jedoch nicht.

Gerade jedoch wegen des Suchtpotentials ist es erforderlich, zumindest am Anfang auf kleinste Mengen Milchzufuhr zu verzichten. Ähnlich wie der Raucher das Rauchen nicht lassen kann, wenn er hier und da mal „dran zieht“, tritt auch hier der gesundheitliche Nutzen viel schneller ein, wenn sogar auf die Milch oder den Rahm im Kaffee komplett verzichtet wird. Und ebenso auf alle Süssigkeit, in denen Milch mit verarbeitet worden ist.

Herzlich, Gertrud von MILCHfrei kochen

 

Weiterführende Literatur:

  • Milch besser nicht, Maria Rollinger, Jou-Verlag, www.milchbessernicht.de
  • Der Murks mit der Milch, Max O. Bruker, Emu-Verlag

 


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