Apfelessig selber ansetzen

Seit dem Altertum wurde immer wieder empfohlen, zur Förderung des Wohlergehens täglich Apfelessig zu trinken. Essig wird als wahres Wunderheilmittel bezeichnet! Apfelessig ist in aller Munde und wird sehr viel verwendet.  Er ist auch wirklich sehr vielfältig.

Seine Eigenschaften reichen von antibakteriell, stoffwechselanregend bis zu verdauungsfördernd. 

Essig ist auch eine Möglichkeit, Apfelreste oder auch unreifes Fallobst zu verwerten. Das Prinzip von Essig ist dabei schnell erklärt. Das Obst beginnt zu gären und gleichzeitig mit der alkoholischen Gärung beginnen die Essigbakterien zu arbeiten. Diese sind in der Luft und jedem Obst vorhanden und brauchen zum Vermehren Alkohol und Sauerstoff.

Das brauchts, um ca. 1 Liter Apfelessig herzustellen

  • 500 gr Äpfel und Apfelreste (Schalen, Kerngehäuse, Kerne) oder unreifes Fallobst
  • 1 Liter Wasser

So machst du den Apfelessig

Am besten nimmst du natürlich Bio-Äpfel oder Äpfel aus deinem Garten. Die Apfelreste in ein Einmachglas füllen und mit dem Wasser bedecken. Das Glas mit einem Stück Stoff oder mit einem Geschirrtuch abdecken.

Das Glas an einem kühlen Ort für ca. 7 – 10 Tage zum Gären stehen lassen. Der Apfelessig täglich schütteln oder umrühren und – wichtig – auf eventuelle Schimmelbildung kontrollieren. Weisser Schaum an der Oberfläche ist ein Zeichen, dass die Gärung begonnen hat. Bildet sich während der Gärung Schimmel auf den Äpfeln, muss der ganze Essigansatz weggeworfen werden. Nach der Zieh- oder Gärzeit, das heiss, wenn die Äpfel am Glasboden ankommen, alles abfiltern.

In manchen Rezepten kannst du lesen, dass das bisher genutzte Glas gründlich gereinigt werden soll. Ich glaube aber, dass die Rückstände am Glasboden schon Kulturen der Essigbakterien sind und wasche das Glas nicht aus. Nun giesst du deinen Rohessig zurück in das Einweckglas und bedeckst ihn wieder mit einem Stück Stoff oder Geschirrhandtuch und lässt ihn weitere sechs bis acht Wochen an einem sehr warmen Ort ziehen – bis er reif und sauer ist. 

In dieser Zeit wird sich die sogenannte Essigmutter bilden. Sobald sich Schlieren oder eine durchsichtige Schicht auf der Oberfläche bildet, entsteht die Essigmutter (eine Kultur aus Essigsäurebakterien). Die Essigmutter kannst du immer wieder für einen neuen Essigansatz verwenden, sie beschleunigt den Vorgang. Nun kannst du den Apfelessig in Flaschen umfüllen. Die Essigmutter kannst du jetzt entfernen (klarer Apfelessig) oder du lässt sie drinnen (trüber Apfelessig). 

Fertig ist dein selbstgemachter Apfelessig und du weisst, was drin ist! Da der Essig nicht erhitzt bzw. pasteurisiert wurde, arbeitet er immer weiter. Säure und Aroma werden dabei kräftiger. Er ist lebendig! Für den Verbrauch fülle ich soviel in eine Flasche mit Schraubdeckel ab, wie ich in kurzer Zeit verbrauche. Diese stelle ich auch in den Kühlschrank. Den Rest lasse ich abgedeckt im Vorratskeller stehen, übers ganze Jahr.

Natürlich geht das Ansetzen von Essig auch mit allen anderen Obstsorten. Probiere es einfach aus.

Noch ein letzter Hinweis: dein selbstgemachter Essig hat nicht den gleichen Säuregehalt wie gekaufter Essig. Wenn du in einem Rezept eine Essigangabe (meist 5% Säure) hast, kannst du das Rezept anpassen, da der selber angesetzte Essig weniger Säure hat. Es ist wichtig zu wissen, dass in gekauften Essig zugefügte Säure meist künstlich ist und deinem Verdauungssystem die Probleme zufügst, die du gerade vermeiden willst. 

Apfelessig – Getränk

Ein Glas Apfelessig verdünnt mit Wasser einmal täglich, soll unser Immunsystem stärken. Seine Empfehlungen sind lang, zum Beispiel bei einer Blasenentzündung, gegen Asthma und Kopfschmerzen. Dadurch, dass er unseren Stoffwechsel ankurbelt und verdauungsfördernd wirkt, soll er bei einer Gewichtsabnahme helfen. Wenn du Apfelessig trinkst, sollte er verdünnt werden, weil es auf Dauer besser für Magen und Darm ist. Er kann mit Leitungswasser oder Mineralwasser gemischt werden. Kalt oder warm. Eigentlich so, wie du ihn gerne magst.

Für ein Glas Apfelessig nimmst du:

  • 1 normal grosses Glas Wasser
  • 1 Teelöffel Honig 
  • 1 Esslöffel Apfelessig

Die drei Zutaten mischen und schluckweise trinken. Trinke Apfelessig nie pur über einen längeren Zeitraum, weil er die Kehle stark reizen kann.

Gut zu wissen

  • Apfelessig kommt auch der Haut und unseren Haaren zugute. Darum kann er sogar als Haarspülung verwendet werden, damit das Haar seidig und glänzend wird. Wer mit der Schweissbildung Probleme hat, sollte seine Achselhöhlen oder Füsse mit Apfelessig nach der Reinigung abtupfen.
  • Auch zum Putzen ist er geeignet. Er sorgt für sauberen Glanz im ganzen Haus. Dazu wird er verdünnt. 


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