Flammkuchenteig – das Elsässer Original

Echte Flammkuchenliebe kennt keine Saison. Und bei mir war es Liebe auf den ersten Biss – als ich das erste Mal das Elsass besuchte. Hauchdünn, schön knusprig und mit allem zu haben, was schmeckt: Flammkuchen sind aus gutem Grund heiss geliebt. Wie du MILCHfrei diese Spezialität geniessen kannst, das erfahre hier.

Der dünne Teigboden dürfte von mir aus 365 Tage auf den Tisch kommen. Entweder zu einem Apéro oder auch als Hauptgang. Ja, klar, das ist jetzt etwas übertrieben. Doch der knusprige Fladen ist extrem vielseitig: herzhaft klassisch mit Saurer Sahne für diejenigen, die MILCHprodukte noch zu sich nehmen, Speck und Zwiebeln, ausgefallen mit Ziegenkäse und Feigen oder fruchtig und süss mit gezuckerten Erdbeeren. Da kommt so schnell keine Langeweile auf. 

Flammkuchen wird auch „Hitzkuchen“ oder auf französisch „Tarte flambée“ genannt. Ursprünglich stammt er aus dem Elsass – wo er traditionell im heissen Holzkohleofen bei ca. 350-400 °C knusprig gebacken wird. Aber auch im ganz normalen Haushaltsofen wird er knusprig und lecker. Welche Zutaten du brauchst und was für Tricks dir bei der Zubereitung des Flammkuchens helfen, erfährst du hier. 

Die Geschichte hinter dem Flammkuchen

Wie bei so vielen Traditionsgerichten, gibt es viele Meinungen zum Originalrezept: Für einige wie mich als Elsass-Kennerin wird nur aus dünn gerolltem Teig ein echter Flammkuchen. Und dann gibt es die Ölteig-Verfechter, zu denen ich mich selbst auch zähle. Warum? Weil er die wenigsten Zutaten braucht, sich unkompliziert kneten und ausrollen lässt und im Ofen superknusprig wird. 

Andere experimentieren tatsächlich mit Tortillafladen, Yufka- oder Sauerteig und Hefeteig. Manchmal sehe ich darin schon mehr eine Pizza als ein Flammkuchen…

So machst du den Flammkuchenteig für 2 ofengrosse Bleche oder 4 runde Bleche

Flammkuchenteig
  • 220 gr Dinkelmehl
  • 1 Prise Salz
  • ca. 1, 5 dl Wasser, kalt
  • 4 EL Ölivenöl

Alle Zutaten gründlich miteinander verkneten und dann den Teig rund 30 – 45 Minuten ruhen lassen.

Tipp für Extra-Geschmeidigkeit: Pinsel deinen Teig vor der Ruhephase nochmal mit Öl ein. Dann lässt er sich anschliessend noch leichter ausrollen. Gegen klebrige Finger hilft etwas Mehl.

MILCHfreier Flammkuchen  – wie geht das?

Das Elsässer Original wird nach dem Ausrollen mit Sauerrahm oder Crème fraîche belegt, welche die Hitze des Fettes wegen gut überstehen. Und es ist auch ein MUSS, dass der Teigfladen mit einer milden und cremigen Schicht bedeckt wird.

Eine Lösung für jene, dich MILCHfrei einen Flammkuchen geniessen wollen: Statt Crème fraîche oder Sauren Rahm bestreiche den dünnen Hefeteig mit gewürztem Sojajoghurt und belege dann je nach Geschmack und nach Belieben.

Gut zu wissen

Flammkuchenteig ausrollen: 

  • Teig direkt auf dem Backpapier ausrollen. Dann reisst er nicht, wenn du ihn vorsichtig von der Arbeitsfläche aufs Blech heben willst. Damit das Papier nicht ständig wegrutscht, kannst du es einfach mit einem schweren Mehlglas o.ä. beschweren.
  • Warmer Teig – auf Zimmertemperatur – lässt sich leichter ausrollen.
  • Wenn du den Flammkuchen mit Hefeteig machst: dieser zieht sich beim Ausrollen zwischendurch gern wieder zusammen. Das kannst du verhindern, indem du ihm zwischendurch Ruhepausen gönnst. Ausrollen – mit Folie abdecken – liegen lassen – wieder ausrollen. Das Abdecken verhindert, dass der Teig zwischendurch austrocknet.
  • Und übrigens: So ein unperfekter, nicht ganz so dünner Flammkuchenboden schmeckt auch lecker. 
  • Wird das Blech mit Butter bestrichen und mit Paniermehl bestreut, wird der Boden besonders knusprig. 

Flammkuchenteig vorbereiten und aufbewahren:

Ein Flammkuchenteig ohne Hefe lässt sich prima vorbereiten, portionieren und sogar schon ausrollen. Der dünne Fladen trocknet allerdings extrem schnell aus. Darum solltest du einen fertig ausgerollten Flammkuchenteig sofort in Alufolie einschlagen. Backpapier drauf und dann die nächste Lage darüber stapeln. Die dünnen Fladen halten sich im Kühlschrank problemlos bis zum nächsten Tag oder können über Monate eingefroren werden.

Ein fertiger Flammkuchen lässt sich im Kühlschrank zwar über Nacht aufbewahren, aber Geschmack und Konsistenz leiden schwer darunter. Stattdessen: Flammkuchen lässt sich nach dem Backen problemlos einfrieren und hält sich mindestens 6 Monate. Lass den Flammkuchen vollständig abkühlen und verpack ihn luftdicht. Wenn du ihn zubereiten möchtest, dann lege ihn einfach nochmal in den Backofen.

P.S.: Da ich Flammkuchen grundsätzlich frisch und sofort esse, weiss ich nicht, wie das Einfrieren mit Soyayoghurt gelingt…


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