MILCHfrei essen im Februar

Quelle: gemuese.ch

Grünkohl, Pastinaken, Feldsalat: Das gibt’s regional im Februar.

Während der natürlichen Erntezeiten von Freiland-Produkten ist der Geschmack und Nährstoffgehalt am intensivsten. In meiner Februar-Übersicht findest du Gemüse und Obst, das jetzt gerade bei uns in der Schweiz wächst und zwar im Idealfall im Freiland oder zumindest im (unbeheizten) Gewächshaus. Auch Obst und Gemüse aus Lagerung gibt es jetzt noch aus der Region: Äpfel, Rote Bete, Karotten und Kürbis, Schwarzwurzel und Wirz.

In diesem Monat will ich die Rüebli bzw. Karotten etwas unter die Lupe nehmen. Denn sie enthalten sehr viel Beta Carotin. Für was Beta Carotin gut und wichtig ist, das erkläre ich dir gleich im nächsten Abschnitt!

Karotten

In der Antike wurden Karotten, die zur Familie der Doldenblütler gehören, als Heilpflanze verwendet. Erst im Mittelalter wurden sie als Gemüse betrachtet. Heute sind die Karotten das beliebteste Gemüse der Welt, auch in der Schweiz, übrigens zusammen mit der Tomate. Karotten werden auch Rüebli oder Möhren genannt. Sie gehören sowohl zum Frisch- wie auch zum Lagergemüse und werden das ganze Jahr in der Schweiz angebaut. Die ersten Karotten werden Ende Mai geerntet, du bekommst sie jetzt also aus dem Lager.

Karotten oder Rüebli

Es gibt gelbe, weisse, orange und violette Sorten. Je dunkler die Karotte gefärbt ist, umso mehr Beta-Carotin ist in der Wurzel enthalten. Karotten können roh oder gekocht, von Salat über Suppen bis zur Beilage oder Hauptspeise oder süss in Torten (Rüeblitorte) verwendet werden.

Die Rüebli können je nach Sorte lang, halblang, kurz, zylindrisch, kreisel- oder kegelförmig mit je spitzen oder stumpfen Enden sein. Farbvarianten sind hell- oder dunkelrot, orangefarben, weiss und violett. Die Färbung hängt von der Sorte, den Kulturbedingungen und der Witterung ab. Die Färbung geht auf Carotinoide, Anthocyane und Chlorophyll zurück.

Die orangen Rüeblisorten, die wir tagtäglich essen, tragen so wohlklingende Namen wie Napoli oder Laguna (beides Frühsorten), Dordogne und Maestro (Sommersorten) oder Bolero und Grivola (Lagersorten). Die meist verbreitete Sorte ist aber die Nantaise.

  • Karotten enthalten viel Beta-Carotin (Provitamin A).
  • Karotten lagerst du am besten in einem Sack im Kühlschrank. So sind sie ziemlich lange haltbar.
  • Karotten können bis zu 10% natürlichen Zucker (ein wichtiger Transportzucker für den Körper) enthalten.

Unser Körper kann das Beta-Carotin zu Vitamin A verarbeiten. Es ist unter anderem wichtig für den Aufbau von Schleimhäuten, Hautzellen sowie für den Sehvorgang, ist am Wachstum und an der Fortpflanzung beteiligt und stärkt unser Immunsystem. Generell wirken die Carotinoide als Antioxidantien, die schädliche freie Radikale abfangen. Beta-Carotin ist also nicht nur irgendein Farbstoff, der in der Natur vorkommt. Beta-Carotin hat viele wichtige Eigenschaften. BetaCarotin wird auch häufig als Provitamin A bezeichnet. Carotine sind unpolar und fettlöslich. Daher lösen sie sich in der Ölphase und diese ist dann stärker gefärbt als das Wasser.

Die meisten Inhaltsstoffe befinden sich in der Rinde der so genannten Pfahlwurzel. In der Züchtung wird daher seit jeher auf einen hohen Rindenanteil und einen kleinen, zarten „Holzteil“ hingearbeitet. Im Mark, dem Zentralzylinder, befindet sich weniger Carotin, weshalb es heller als die Rinde ist, der Saccharose-Gehalt ist niedriger, der Nitrat-Gehalt höher.

Löslichkeit von Provitamin A (Beta-Carotin)

Nun komme ich zum wichtigsten Teil der Karotte. Wie löst du das wichtige Provitamin A aus der Karotte, damit dein Organismus davon profitieren kann? Aus diesem Grund möchte ich dich zum folgenden Experiment motivieren:

  1. Reibe eine Karotte auf einen Teller. Gib die grob geriebene Karotte in ein Glas.
  2. Giesse ca. 75 ml Wasser, welches du vorher im Messbecher abgemessen hast, in das Glas, schraube den Deckel zu und schüttle es kräftig. Welche Farbe hat das Wasser? Notiere dir die Farbe.
  3. Miss jetzt 75 ml Speiseöl im Messbecher ab und gib es in das Glas mit dem Wasser. Schüttle es erneut und beobachte was passiert. Welche Farbe hat das Wasser jetzt? Notiere dir erneut die Farbe. Welche Farbe hat das Öl? Auch hier notiere dir die Farbe.

Fazit: Weil Öl eine geringere Dichte als Wasser hat, schwimmt es auf dem Wasser!

Wenn du Karotten reibst, so werden deren Zellen zerstört und das Provitamin A kann aus den Zellen austreten. Wird zu der geriebenen Karotte Speiseöl hinzugefügt, so löst sich das Provitamin A aufgrund seiner Fettlöslichkeit im Öl. Dies ist im Versuch an der starken gelb-orangenen Färbung des Speiseöls erkennbar. Zu beachten ist: Das Speiseöl schwimmt aufgrund der geringeren Dichte auf dem Wasser. In reinem Wasser kann sich das Vitamin nicht lösen, das Wasser ist nur schwach orange gefärbt.

Aus diesem Grund kann es vom Menschen nur in Verbindung mit Fett aufgenommen werden. Wichtig ist deshalb: Damit du vom Vitamin A beim Verzehr einer Karotte profitieren kannst, musst du stets etwas Speiseöl oder einen ölhaltigen Stoff mitessen oder beifügen. Beim Karottensalat beispielsweise übernimmt diese Funktion das Speiseöl im Salatdressing.


Wie schmecken dir Karotten?

Ich wünsche dir ganz viel Spass beim Karotten zubereiten. Wenn Du Anregungen hast, du noch weitere Tipps & Tricks rund um Karotten kennst, dann schreibe gern einen Kommentar.

Wenn du Karottenrezepte suchst, dann probiere mal diese aus: Karotten. Willst du Essen MILCHfrei neu entdecken? So kannst du das bei mir: Essen neu entdecken

Ich freue mich darauf, von Dir zu lesen!

Herzlich, Gertrud von MILCHfrei kochen

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