MILCHfrei essen im März

Quelle: gemuese.ch

Der März markiert den meteorologischen Frühlingsanfang und hält einige Gemüsesorten sowie Kräuter für uns bereit.

Ich selber freue mich jetzt wieder auf frischen, jungen, grünen Spinat, der in der Schweiz von März bis November Saison hat. Am meisten profitiere ich von den Vorteilen, wenn ich ihn frisch in Salate mische. Warum, das erfährst du im Verlauf des Artikels.

Aus frischem Rosenkohl, Pastinaken, Spinat, Champignons und Lauch lassen sich viele leckere Mahlzeiten zubereiten. Ausserdem bietet der März unter anderem Wirz, Rotkohl, Weisskohl, Kartoffeln, Karotten, Randen sowie Äpfel als Lagerware.

Spinat

Der Spinat ist das berühmte Lieblingsgericht der Comicfigur Popeye. Du erinnerst dich vielleicht an diesen einmaligen Matrosen mit den ausgeprägten Unterarmen?

Kindern wird damit versucht, den Spinat schmackhaft zu machen. Bis heute ist das vielfach ein frommer Wunsch geblieben. Warum Kinder in meinen Augen intuitiv den Spinat ablehnen und darin richtig sind, erfährst du, wenn du weiterliest…

Die Nährstoffe von Spinat

Dem dunkelgrünen Blattgemüse wird einerseits eine krebshemmende Wirkung nachgesagt, er wird jedoch auch zum Grünfärben anderer Lebensmittel wie zum Beispiel Nudeln verwendet. Als typisches Verarbeitungsgemüse wird Spinat zum grössten Teil tiefgefroren. So kann er sehr vielseitig verwendet werden. Zum Beispiel in Ravioli, Suppen, Aufläufe oder Beilage – oft zusammen mit Kartoffeln. Durch gekochte Eier, Knoblauch, Parmesan oder sonst ein Käse wird sein Aroma noch abgerundet.

Spinat wird nach seiner Erntemethode in Wurzel- und Blattspinat unterteilt. Blattspinat wird oberhalb, Wurzelspinat unterhalb des Wurzelhalses geschnitten. Zu beachten beim Spinat ist der hohe Nitratgehalt, wenn er nicht im Freiland gezogen wird und der durch Düngung verstärkt wird. Sauerstoff und Hitze wandeln Nitrat in das giftige Nitrit, das vor allem für Kinder schädlich ist. Spinat deshalb gründlich waschen, am Einkaufstag zubereiten und nicht aufwärmen. Das Blanchierwasser nicht weiterverwenden!

Echter Spinat ist eine sehr geschätzte Nahrungspflanze. Junge Blätter können roh als Salatzutat verwendet werden. Häufiger werden die Blätter jedoch gekocht als Gemüse verzehrt. Was beim Kochvorgang passiert, das kannst du im vorigen Abschnitt nachlesen. In der Schweizer Küche wird pürierter Spinat traditionell in Begleitung von Eiern (als Spiegelei oder Verlorenes Ei) und Kartoffeln serviert. Auch die Samen sind roh oder gekocht essbar. Gekeimte Samen können als Sprossen Salaten zugefügt werden. Spinat enthält die Vitamine C, B9 und E sowie Karotin. Der Eisengehalt des Spinats wurde wegen eines Rechenfehlers jahrzehntelang zu hoch geschätzt. Des Weiteren enthält Spinat Oxalsäure und reichert wie schon erwähnt, überdurchschnittlich viele Nitrate aus dem Boden an.

Woher stammt Spinat

Der Echte Spinat entstand wohl in Südwestasien. Ein Vorläufer des bei uns bekannten Spinats war vermutlich in Persien kultiviert worden und wurde von den Arabern nach Spanien gebracht. Dort wurde zum ersten Mal im 9. Jahrhundert von ihm berichtet. In Spanien wandelte sich der Name zu „espinaca“. In Mitteleuropa wurde er im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt: „Er übertrifft die Melde, besitzt borretschähnliche Blätter, wegerichähnliche Blüten und stachelige Früchte.“

Seit der Antike hat sich Spinat im Mittelmeerraum eingebürgert. Als kultivierte Gemüsepflanze ist sie in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet. Sie wächst in den gemässigten und subtropischen Regionen bis zu einer Höhenlage von 1550 Meter (in Afghanistan).

Im Mainzer Hortus Sanitatis von 1485 wird er als Heilpflanze beschrieben. Der Botaniker Leonhart Fuchs nannte ihn 1543 in seinem Kräuterbuch „Spinachia“ und schrieb: „Spinat oder Spinet würdt auch Beynetsch genent … auf arabisch Hispanach … als Hispanachkraut, vielleicht darumb, das er aus Hispania erstlich in ander nation ist gebracht worden … Sie hielft bei Verdauungsstörungen und wird auch äußerlich verwendet.“

Zu dieser Zeit war Spinat bereits weit verbreitet und verdrängte als Gemüse zusehends die im Mittelalter beliebte, verwandte Gartenmelde. Heute wird Echter Spinat weltweit, mit Ausnahme der Tropen, als Gemüsepflanze angebaut, in Europa or allem in Italien, Frankreich und Deutschland.

Deine Erfahrungen mit Spinat?

Erzähle sie mir doch im Kommentar! Ich freue mich darauf…


Wie schmecket dir der Spinat?

Ich wünsche dir ganz viel Spass beim Spinat zubereiten. Wenn Du Anregungen hast, du noch weitere Tipps & Tricks rund um Spinat kennst, dann schreibe gern einen Kommentar.

Wenn du Spinatrezepte suchst, dann probiere mal diese aus: Spinat. Willst du Essen MILCHfrei neu entdecken? So kannst du das bei mir: Essen neu entdecken

Ich freue mich darauf, von Dir zu lesen!

Herzlich, Gertrud von MILCHfrei kochen

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