MILCHfrei essen im August

Was im August kochen? Im Saisonkalender für den Monat August kannst du schnell einmal den Überblick verlieren, denn hier reihen sich sämtliche heimische Gemüse-, Salat- und Obstsorten aneinander. In keinem anderen Monat ist das Angebot regionaler Obst- und Gemüsesorten so vielseitig.

Quelle: gemuese.ch

Von bunter Paprika über fruchtige Tomaten und frische Gurken, bis hin zu süssen Beeren, saftigen Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen und Äpfeln – bei der riesigen Auswahl ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.

Und jetzt rede ich über eine Knolle, die nicht alle gleichermassen lieben. Aber wenn du sie einmal entdeckt hast, kannst du dir deine Ernährung ohne sie nicht mehr vorstellen…

Randen – die Powerknollen

Diesen Monat geht es um die Rande oder – Rote Bete. Diese rote Knolle schafft es tatsächlich und spaltet die Gemüter. Manche lieben sie in jeglicher Form, manche können sie gar nicht leiden. Dabei ist sie ein vielseitig einsetzbares Gemüse, welches sich beispielsweise wunderbar mit süssen Leckereien ergänzen lässt. Nicht nur geschmacklich, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht ist dieses Nahrungsmittel ein absolutes Energiebündel.

Als eines der wohl am meisten unterschätzten Gemüse ist die Rande reich an Folsäure, kräftigt Bindegewebe, Haut, Gefässwände und Knochen – und kann unseren Körper von Metallen entgiften. 

Randen ist insbesondere roh gegessen eine hervorragende Folatquelle, ausserdem eisenhaltig und natürlich süss. Eisen ist unter anderem für die Blutbildung (Hämoglobin) unverzichtbar. Es ist für den Transport von Sauerstoff im Blut verantwortlich, die absolut wichtigste Funktion von Eisen überhaupt. Es sind weit mehr als 100 weitere Körperfunktionen auf genügend Eisen angewiesen, was die Wichtigkeit von Eisen verständlich macht.

Randen schmecken im rohen Zustand recht erdig und das ist nicht jedermanns Geschmack – doch milchsauer vergoren sind sie echt ein Hit! Überhaupt nicht erdig und schön säuerlich, einfach sehr lecker mit frischem Meerrettich verfeinert und eines meiner Lieblinge unter den fermentierten Gemüsen.

Eine absolute Powerknolle!

Rote Bete, auch bekannt als Rote Rübe oder eben Rande, zählt botanisch zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Hast du gewusst, dass Quinoa und Randen verwandt sind?! Auch die Futter- und Zuckerrübe, sowie Spinat und Mangold gehören zur selben Familie. Doch erst nach jahrhundertelanger Züchtung gelang es, aus der dünnen Wurzel dieser Pflanze eine dicke Knolle wachsen zu lassen – vorher wurden hauptsächlich die Blätter verwendet und ähnlich wie Krautstiel (Mangold) zubereitet und verzehrt. Diese Knolle gibt es nicht nur in rot/violett, die alten Sorten gibt’s auch in gelb und weiss oder lila-weiss.

Die dunkelroten, kugeligen Rüben werden oft unterschätzt. Randen haben wie schon erwähnt, viele tolle Inhaltsstoffe und können den Körper mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgen. Mit dem Essen unterstützt du einen geschwächten Körper und ein geschwächtes Immunsystem. Denn das Pigment, das den Knollen die tiefrote Farbe gibt – Betacyanin – ist eine kraftvolle Hilfe bei der Abwehr von Krebszellen, das haben etliche Studien gezeigt. Was die Nährstoffe angeht, so liefern Randen/Rote Beete von allem ein bisschen: Ballaststoffe, Eiweiss, Vitamin. Die Randen gehören also zum Gesündesten, was der Markt zu bieten hat.

Es ist aber nicht notwendig, dass du jetzt literweise Randensaft trinken musst. Denn nicht in der Menge, sondern in der Zusammenwirkung verschiedener natürlicher Stoffe liegt die Kraft! Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist daher viel hilfreicher.

Randen unterstützen die Darmbewegung, helfen beim Abnehmen und bei der Entgiftung

Aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehaltes regt die Rande die Darmbewegungen an und schützt vor Verstopfungen und ihren Folgen (z.B. Divertikulitis, Hämorriden und ähnliches). Weiterhin bewirkt ihr hoher Ballaststoffgehalt eine längere Sättigung, was wiederum beim Abnehmen sehr hilfreich ist.

Randen binden Schwermetalle (wie Blei, Kadmium, Quecksilber) und helfen somit sowohl bei der Ausleitung als auch bei der Entgiftung allgemein. Sie regen Leber und Galle an, weshalb Randen gerne in sogenannten „Detox-Getränken“ oder „Detox-Diäten“ eingesetzt wird.

Randen steigern die Leistungsfähigkeit bzw. Ausdauer beim Sport

Untersuchungen haben gezeigt, dass die natürlichen Nitrate im Randensaft den Blutdruck auf natürliche Weise senken, die Blutgefässe erweitern sowie die Durchblutung fördern.

Somit benötigt das Herz während eines Trainings weniger Sauerstoff. Alle diese Eigenschaften erhöhen bei sportlicher Aktivität merklich die Leistungsfähigkeit…


Wie schmecken dir Randen am Besten?

Anregungen für Randengerichte findest du hier: Randenrezepte. Rezepte werde ich im Laufe des Monats August veröffentlichen. Es freut mich, wenn du meiner Seite weiter folgst.

Ich wünsche dir ganz viel Spass dabei, Randengerichte zuzubereiten. Wenn du Anregungen hast, du Tipps & Tricks rund um Randen kennst, dann schreibe gern deine Nachricht in den Kommentar. Ich freue mich darauf, von Dir zu lesen!

Herzlich, Gertrud von MILCHfrei kochen

Koche grossartig. Sei grossartig.

P.S.: Ich erwähne in diesem Artikel die Entgiftung/Detox. Leberreinigung bzw. Entgiftung und Entschlackung behandle ich im Rahmen der MILCHfrei kochen Community. Abonniere MILCHfrei kochen. Damit wirst du Teil meiner exklusiven E-Mail-List und erhälst auch diese Informationen.

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