Saisonkalender

MILCHfrei essen im November

Im November machen sich die sinkenden Temperaturen bemerkbar, und du findest noch immer reichlich regionales Gemüse. Beim Obst wird die Auswahl kleiner.

Quelle: gemuese.ch

Kartoffeln, Karotten, Feldsalat, Kürbis, Rüben, Pastinaken und viele verschiedene Kohlsorten bekommt man jetzt aus dem Freilandanbau.

Was Obstsorten angeht, bekommst du im November noch frische Quitten. Viele Apfel- und Birnensorten gibt es jetzt aus der Lagerung.

Zudem gibt es ab jetzt die typischen Wintersalate. So möchte ich diesen Monat zwei „Steckbriefe“ beifügen, für alle, die es gerne bitter mögen…

Für alle, die es bitter mögen…

Wusstest du, dass Bitterstoffe aus unserer Ernährung herausgezüchtet wurden, obwohl sie so wichtig für unsere Ernährung sind? Was du über Bitterstoffe wissen musst:

  • Bitter ist einer unserer Hauptgeschmacksrichtungen und der Gegenpol zu Süss
  • Bitter kann die Lust auf Süsses stillen!
  • Nach dem Essen helfen Bitterstoffe besser als jeder Espresso oder Schnaps!

Dadurch, dass die Bitterstoffe aus unserer Ernährung herausgezüchtet wurden, solltest du versuchen, sie wieder zu integrieren. Es gibt einige Gemüse-, Gewürze- und Früchtesorten, die mit ihren Bitterstoffen die Verdauung anregen. Zu ihnen gehören Chinakohl, Chicorée, Endivien, Rucola, Eichblattsalat, Artischocken, Schwarzwurzel, Ingwer, Grapefruit, Majoran, Rosmarin, Thymian und Estragon.

Und hier jetzt zu meinen beiden Steckbriefen:

Zuckerhut

Für alle, die es bitter mögen, empfehle ich jetzt knackigen Zuckerhut. Zuckerhut ist ein typisches Lagergemüse, das für „frischen“ Salat im Winter sorgt. Es ist ein sehr wertvoller und ausgiebiger Salat für die Herbst- und Wintermonate, wenn andere Frischgemüse knapper werden. Der Verzehr von leicht bitteren Nahrungsmitteln ist appetitanregend und verdauungsfördernd (die Leber liebt Bitterstoffe, um gut zu funktionieren). Er kann roh oder gekocht verzehrt werden. Besonders schmackhaft an einer feinen Knoblisauce, bereichert der gesunde Wintersalat jedes gemütliche Abendessen.

  • Schmeckt nussig und etwas bitter.
  • Enthält Vitamin C.
  • In lauwarmes Wasser eingelegt wird er weniger bitter.
Chicorée oder Brüsseler

Chicorée ist ein Zichoriensalat und wie Zuckerhut und Radicchio ein Korbblütler. Chicorée wurde erstmals im 19. Jahrhundert in Brüssel als Treibchicorée vermarktet und ist daher auch unter dem Namen Brüsseler bekannt. Die Wurzel wächst mit löwenzahnähnlichen Blättern und wird im Herbst geerntet und kalt gelagert. Chicorée ist das ganze Jahr aus einheimischer Produktion erhältlich. Der Chicorée wächst aus der Wurzel heraus, sobald diese in dunkle aber warme Räume gebracht werden. Innerhalb von nur drei Wochen entwickelt sich so ein heller Chicoréezapfen. Kommen die Zapfen ans Licht, werden sie grün. Chicorée gibt es auch als rote Variante. Chicorée wird meist als Salat verwendet. Mit Apfelstücken oder Orangen vermischt tritt der leicht bittere Geschmack in den Hintergrund. Besonders in der Romandie kennt man Chicorée in der warmen Küche, z.B. als Gratin mit Béchamelsauce und Käse überbacken. 

  • Der typische Wintersalat ist roh, gedämpft oder als Gratin geniessbar.
  • Der bittere Geschmack kann durch Kochen „gedämpft“ werden.
  • Rezepte mit Wintersalaten findest du im Laufe des Monats hier: Wintersalat


Was kochst du dir im November?

Wenn du deine Erfahrungen oder sonst etwas mitteilen möchtest, dann schreibe deine Nachricht in den Kommentar. Ich freue mich darauf, von dir zu lesen.

Gertrud von MILCHfrei kochen$

Koche grossartig. Sei grossartig.

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